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Alphabetisierung

Dass dem Thema Bildung eine so hohe Bedeutung beigemessen wird, dass gut ein Viertel der Zivilausgaben des Staatshaushaltes in das Bildungssystem fließen, war in Oman nicht immer so. Bis 1970 gab es hier im Land nur die Koranschulen, die vor allem auf die Vermittlung religiöser Werte ausgerichtet waren, sowie drei öffentliche Schulen im Land. Hierbei handelte es sich um Knabengrundschulen, von denen je eine in Muscat, in Mutrah und in Salalah zu finden war. Im ganzen Land wurden so gerade einmal 909 Schüler von rund 30 Lehrern unterrichtet. Erst in den folgenden Jahren wurde ein Schulsystem eingeführt, das den Menschen in Oman kostenlos zur Verfügung steht und von seiner Qualität her in der Arabischen Welt mit Sicherheit hervorsticht. Doch die Generationen, die nicht in den Genuss eines guten Schulsystems gekommen sind, wurden bei der Gestaltung der Bildungspolitik nicht vergessen.

Analphabetismus – ein Problem der älteren Semester

Bedingt durch das Wachstum des Bildungssystems in Oman wuchs natürlich auch der Abstand in Sachen Bildung zwischen jung und alt. Doch Sultan Qaboos hat parallel zum immer besser werdenden Schulsystem auch ein gutes Erwachsenenbildungssystem etabliert. So gibt es inzwischen rund 250 Erwachsenenbildungszentren und gut 180 Alphabetisierungszentren, die jedem erwachsenen Bürger des Oman offen stehen. Hier wird jeder, der möchte, in Wort und Schrift in Arabisch aber auch in verschiedenen anderen Bildungsgängen gelehrt.

Die Alphabetisierung geht in allen Landesteilen voran

Wo die Menschen in den Städten in den letzten Jahrzehnten schnell und effektiv in das Bildungssystem integriert wurden, gehen solche Entwicklungen in den ländlicheren Regionen eher langsamer voran. Da der Oman ein riesiges Land ist, das in manchen Teilen nur sehr dünn besiedelt ist, ist die Schaffung von Bildungsmöglichkeiten gerade in diesen Teilen des Landes oft nicht einfach. Dennoch ist es gelungen, inzwischen auch die Wüstenregionen, die kleineren Dörfer und Städte in Oasen oder am Rande der Wüsten zu erreichen und hier die Alphabetisierung voranzutreiben. Vor allem ältere Frauen nutzen die Möglichkeiten der Erwachsenenbildung im Land ausgiebig und gern, denn sie hatten in der Vergangenheit nur wenige Möglichkeiten, Lesen und Schreiben zu lernen.

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