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Kultur und Tradition

Weihrauchstraße

„Tränen der Götter“, wie Weihrauch auch genannt wird, waren für weltweite Handelsbeziehungen, Macht und Reichtum verantwortlich. Transportiert wurde das mit Gold aufgewogene Harz mit Kamelen auf der Weihrauchstraße, der ältesten Handelsroute der Welt. Der erste festgehaltene Transport von Weihrauch fand im zehnten Jahrhundert vor Christus statt, als die Königin von Saba König Salomon besuchte. Der Handel innerhalb Arabiens hat sich durch die Domestizierung des Kamels wahrscheinlich zu dieser Zeit entwickelt, da die Kamele schwere Lasten tragen konnten und mehrere Tage ohne Wasser auskamen, wodurch die Handelsrouten nun auch durch karge Wüstengebiete verlaufen konnten. Die Route der antiken Weihrauchstraße begann in Dhofar (Oman), führte durch den heutigen Jemen über die Westküste Arabiens und endete schließlich in Gaza und Damaskus. Für diese circa 3400 Kilometer lange Strecke brauchten Kamelkarawanen 100 Tage.

Die Blütezeit der Weihrauchstraße dauerte vom fünften Jahrhundert v. Chr. bis ins erste Jahrhundert n. Chr. In dieser Zeit entstanden entlang der Handelsroute Städte und Königreiche, die als Umschlagplätze und Wasserstellen dienten, aber hohe Zölle erhoben. Durch diese Einnahmen gelangten sie zu Macht und Reichtum. Ein Nachteil war jedoch, dass sie vom Weihrauch abhängig waren, da es in der trockenen Wüstenlandschaft weder fruchtbare Böden für den Anbau von Feldfrüchten gab, noch Gewässer, um Seehandel zu betreiben. Als das Rote Meer erschlossen wurde und der Handel darüber schneller und vor allem ohne hohe Zölle abgewickelt werden konnte, verloren die Königreiche entlang der Weihrauchstraße an Bedeutung und gingen schließlich unter.